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Sicherheit

Was ist ein sicheres Babyzimmer?

Sicher ist ein Babyzimmer vor allem dann, wenn die Möbel darin keine Gefahrenquellen darstellen. Also wenn sie robust und stand sicher gebaut sind und das kleine Kind schützen. Natürlich gib es keine hundertprozentige Sicherheit im Kinderzimmer, doch lassen sich viele Unfälle im täglichen Leben durch einfachste Maßnahmen leicht vorbeugen oder gar vermeiden. Das fängt schon beim Kauf der Möbel an: Spitze Ecken, hervorstehende Schrauben oder niedrige Umrandungen gehören nicht ins Babyzimmer. Wer bei der Wahl der Möbel auf Qualität und Sicherheitsfaktoren achtet, hat den ersten Schritt für die Sicherheit seines Kindes getan.

Woran erkenne ich sichere und qualitative hochwertige Babymöbel?

Die Sicherheitsaspekte können Sie am besten beurteilen, wenn Sie die Möglichkeit haben, das Möbelstück im montierten Zustand zu begutachten. Möglichst direkt im Möbelhaus. Dort können Sie es anfassen, an ihm rütteln und messen, ob Sicherheitsabstände eingehalten wurden. Auf diese Weise erkennen Sie schnell, ob das Kinderbett stabil und robust genug und die Oberfläche frei von scharfen Kanten, Splittern und anderen Verletzungsrisiken ist. Die Abstände der Gitterstäbe sollten ein Einklemmen des Kinderkopfes verhindern. Ein Möbelstück wurde im Vorfeld systematisch auf seine Sicherheit überprüft, wenn es ein GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit) aufweist. Das Prüfsiegel ist eine gute Orientierung beim Kauf: Es wird von speziell zugelassenen Stellen, wie zum Beispiel dem TÜV, verliehen und zeichnet Produkte aus, die die aktuell geltenden Sicherheitsanforderungen erfüllt haben.

Was sagen DIN-Normen über die Sicherheit von Babymöbeln aus?

Leider ist die Einhaltung von DIN-Normen bei Babymöbeln generell nicht verpflichtend. Das heißt, Kinder- und Babymöbelhersteller sind gesetzlich nicht gezwungen, bestimmte Normen bei ihren Produkten einzuhalten. Dennoch gibt es zahlreiche Hersteller, die die Normen freiwillig erfüllen. Achten Sie deshalb beim Kauf von Babybettchen, Wickeltisch und Co. darauf, dass die Möbelstücke eine entsprechende DIN-Nummer tragen. Sie garantiert, dass der aktuelle Stand der Sicherheitstechnik bei der Herstellung des Möbelstückes beachtet wurde. Angaben dazu finden Sie generell auf dem Produkt oder seiner Verpackung. Sie können dazu aber auch beim Verkäufer oder Hersteller nachfragen.

Was könnten gravierende Sicherheitsmängel bei Babymöbeln sein?

Nicht alle Babymöbel, die sich auf dem deutschen Markt tummeln, sind rundum sicher. Mittlerweile tauchen sogar Möbel mit gefälschten GS-Zeichen auf. Achten Sie als Eltern deshalb ganz genau auf gravierende Sicherheitsmängel, wie zum Beispiel:

  • Instabilität: Bettchen oder Wickelkommoden sind nicht ausreichend stabil und standfest und könnten bei einseitiger Belastung umfallen. Splitter oder Schrauben: Herausstehend können sie dazu führen, dass Kinder daran hängen bleiben und sich verletzen. Bohrlöcher: Bei zu tiefen Bohrlöchern (> 10 mm) und auch bei zu großen Bohrlöchern (> 6,9 mm) können Kinder mit ihren kleinen Fingern stecken bleiben.
  • Umrandungen: Fehlende oder zu niedrige Umrandungen bei Wickeltischen bergen die Gefahr, dass Babys leicht herunterfallen. Unzureichende Sicherung klappbarer Möbel: Klappbare Wickeltische lassen sich häufig nur unzureichend sichern und können beim Gebrauch in sich zusammenklappen.
  • Abstände: Zu große Abstände zwischen den Gitterstäben bei Kinderbetten können dazu führen, dass Babys im Schlaf mit dem Kopf dazwischen geraten, sich verletzen oder strangulieren.
  • Bettgitter: Bei zu niedrigen Gittern besteht die Gefahr, dass Kinder, die bereits stehen oder klettern können, hinüberfallen und sich verletzen.
An welchen Kriterien erkenne ich die Sicherheit von Bettchen, Wickelkommode, Schrank und Regal?

Bettchen:

  • Da das übliche Maß für Kindermatratzen 70 x 140 cm ist, sollte das Babybett ebenfalls diese Größe haben.
  • Das Babybett sollte keine spitzen, nach außen überstehenden Ecken oder Kanten haben, an denen zum Beispiel eine Schnullerkette hängen bleiben könnte.
  • Die Stäbe im Bettchen müssen stabil sein. Achten Sie darauf, dass die Stäbe dick genug und somit nicht biegbar sind. Sonst könnte Gefahr bestehen, dass Ihr Baby seinen Kopf dazwischen einklemmt.
  • Die Abstände der Gitterstäbe im Babybettchen sollten 4,5 bis 6,5 cm betragen, damit sich das Kind nicht den Kopf einklemmen oder verletzen kann.
  • Der Lattenrost sollte stabil sein, damit er beim Stehen und Hüpfen nicht einbricht. Außerdem sollte er fest im Bettrahmen liegen, da sonst die Gefahr besteht, dass er kippt.
  • Zwischen dem verstellbaren Bettboden in der obersten Position und der Oberkante des Gitters sollten mindestens 30 cm Abstand liegen, damit das Baby, auch wenn es noch nicht selbstständig aufstehen kann, im Schlaf nicht herausrollen kann.
  • Befindet sich der verstellbare Bettboden in der untersten Position, sollte zwischen ihm und der Oberkante des Gitters ein mindestens 60 cm hoher Abstand eingehalten werden, damit das Kleinkind beim Klettern nicht herausfallen kann.
  • Bettboden, Seitenteile und Kopfteile sollten ohne größere Lücken miteinander verbunden sein. Bei Zwischenräumen, die größer als 2,5 cm sind, besteht die Gefahr, dass Kinder sich einklemmen.
  • Die Latten des Lattenrostes sollten maximal 6 cm Abstand haben, damit das Kind im Stehen mit der Matratze nicht in die Zwischenräume rutschen kann.
  • Eine einfache durchgehende Platte als Matratzenauflage ist ungeeignet, da die Matratze darauf liegend nicht ausreichend belüftet wird.
  • Die Matratze sollte nicht zu klein für das Bettchen sein und der maximale Abstand zwischen Bettrahmen und Matratze maximal 4 cm betragen. Sonst könnte das Kind beim Drehen im Schlaf mit dem Gesicht in den Spalt geraten und seine Atmung beeinträchtigt werden.
  • Bei zu tiefen (>10 mm) und auch bei zu großen (> 6,9 mm) Bohrlöchern können Kinder mit ihren kleinen Fingern stecken bleiben.

Wickeltisch:

  • Auf dem Wickeltisch wird gewickelt und gekuschelt. Darum sollten Wickelkommoden hoch genug sein, um Mama und Papa keine Rückenschmerzen zu bereiten. Je nach Größe der Eltern, ist eine Höhe von 85 - 98 cm in der Regel ideal. Tipp: Für Eltern hingegen, die eine Körpergröße von über 1,75 m haben, sind 98 cm hohe Wickelkommoden besser geeignet.
  • Seitenschutzränder sollten bei Wickelkommoden unbedingt vorhanden sein, damit Ihr Kind nicht herunterfällt. Daher gilt: Je höher, desto sicherer für Ihr Kind. Besonders, wenn Sie noch eine Wickelauflage auf die Kommode legen, sollte die Umrandung hoch genug sein.
  • Die Wickelfläche sollte Ihrem Kind ausreichend Platz bieten, daher gilt das Motto: Je größer, desto besser.
  • Eine Schubladendämpfung beim Einzug der Schubladen sorgt für sanftes und geräuscharmes Schließen.

Schrank/Regal:

  • Entscheiden Sie sich lieber für große, kompakte und stabile Schränke und Regale mit einer breiten Grundfläche als für schmale. Denn diese sind standfester und können nicht so leicht kippen.
  • Schränke und Regale sollten eine Vorrichtung zum Anschrauben an die Wand aufweisen, um somit ein Umkippen vollends auszuschließen.
  • Gedämpfte Schranktüren und Schubladen schließen langsamer und leiser.
Woran erkenne ich eine sichere Matratze?

Damit eine Matratze im Kinderbett nicht die Sicherheit Ihres Kindes beeinträchtigt, darf sie weder zu klein noch zu groß sein, sondern muss genau auf Lattenrost und Bett passen. Die Matratze sollte fest im Bettrahmen liegen, sich also nicht verschieben lassen. Ein zu weiter Spalt zwischen dem Bettrahmen und der Matratzenkante kann dazu führen, dass der Säugling mit Mund und Nase hineingerät und die Atmung beeinträchtigt wird. Die Matratze darf zudem nicht zu hoch sein, da sonst die Gitterhöhe reduziert wird und Ihr Kind eher hinüberklettern kann. Auch die Härte einer Babymatratze ist für die Sicherheit entscheidend. Auf einer zu weichen Matratze könnte der Kopf Ihres Kindes zu weit einsinken und der Atemfluss unterbrochen werden.

Sind klappbare Wickeleinrichtungen gefährlich?

Sicherlich sind bei klappbaren Wickeleinrichtungen oder Kinderbetten mehr Sicherheitsanforderungen einzuhalten als bei nicht klappbaren. Sie können gefährlich werden, wenn die Fest stellmechanismen nicht ausreichend funktionieren. Wenn Sie sich für zusammenklappbare Möbel für Ihr Kind entscheiden, sollten Sie sich im Fachhandel vergewissern, dass die Sicherheitsanforderungen eingehalten wurden. Hier kann das GS-Zeichen Aufschluss darüber geben. Halten Sie sich bei klappbaren Wickeltischen stets an die Gebrauchsanweisung und die darin enthaltende Warnhinweise, denn die Sicherheit ist natürlich auch von der korrekten Anwendung abhängig.

Welches Risiko besteht bei importierten Babymöbeln?

Auch Babymöbel, die aus dem Ausland importiert werden, müssen den Mindestanforderungen an Sicherheit und Schadstoffprüfung entsprechen. Generell sollten Sie darauf achten, dass der Hersteller aus der Produktkennzeichnung hervorgeht. Ist dies nicht der Fall, seien Sie lieber skeptisch. Gleiches gilt, wenn eine CE Kennzeichnung auf einem Möbelstück angebracht ist. Dieses Zeichen gilt zwar als Einführungszeichen für den Europäischen Markt, laut Geräte- und Produktsicherheitsgesetz darf es auf Möbelstücken jedoch gar nicht angebracht werden. Es bietet keinerlei Hinweis auf Sicherheit oder schadstoffgeprüfte Materialien. Leider werden bei importierten Babymöbeln zunehmend auch Sicherheitszeichen gefälscht, wie zum Beispiel das GS-Zeichen. Achten Sie deshalb auf die oben genannten Kriterien und überzeugen Sie sich selbst von der Sicherheit der Babymöbel. Eine Beratung im Fachhandel ist dabei hilfreich.